Affenschaukel

Affenschaukel, so wurde dieser Weg getauft. Nein, hier stand keine Schaukel für Affen! Aber mit den Affen – nämlich den Ilbesheimer Affen – hat diese Namensgebung schon etwas zu tun. In unserer Region hat jedes Dorf seinen Spitz- oder Utznamen. Sie stammen oft aus dem Tierreich oder sie haben etwas mit Ereignissen im Dorf, mit den Charakterzügen oder Eigenschaften der Einwohner zu tun. So gibt es in unmittelbarer Nähe z.B. die „Schweizer“ (Leinsweiler), die „Esel“ (Eschbach), die „Stallhasen“ (Landau-Arzheim), die „Dampfknepp“ (Landau-Wollmesheim), die „Erbsen“ (Landau-Mörzheim), die „Gurken“ (Göcklingen), den „Fuchs“ (Heuchelheim), die „Azteln“ (Klingen) und die Ilbesheimer, das sind die „Affen“. Die Ilbesheimer sind stolz auf diesen Utznamen. Beim Betrachten der typischen Eigenschaften dieses Primaten entsteht ein positives Bild, das sich leicht auf die Ilbesheimer beziehen lässt.
Die Affen sind neugierig: Die Ilbesheimer sind gierig nach Neuem und Unbekanntem, um sich stetig fortzuentwickeln.
Die Affen sind ehrgeizig: Die Ilbesheimer haben ein stark ausgeprägtes Streben nach Erfolg! So wollen sie immer so gut, eher noch besser sein als andere. Gerade im Weinbau hat dieser Anspruch sicher für großartige Fortschritte gesorgt.
Die Affen sind geschickt und flink: Die Ilbesheimer packen die Dinge tatkräftig an. Geschickt und flink werden neue Ideen umgesetzt.
Die Affen sind gesellig: Die Ilbesheimer lieben es, nach Feierabend noch ein Schwätzchen zu halten und einen oder auch mehrere Schoppen in geselliger Runde zu genießen. Das Engagement innerhalb der örtlichen Vereine sowie der Zusammenhalt und die familiäre Bindung der Ilbesheimer untereinander spielt für sie eine große Rolle.
Die Ilbesheimer sind stolz, Affen zu sein! Um diesen Stolz nach außen zu dokumentieren, sollte ein Weg nach den Affen benannt werden. „Affenweg“ erschien den Ilbesheimern nicht gerade passend. Man einigte sich auf die Bezeichnung „Affenschaukel“. Denn der Weg, der nun diesen Namen trägt, beschreibt durch seine Lage quasi den Schwung einer Schaukel. Dies trifft den Kerngedanken des Kalmit-Weinfestes, das im Jahr 2005 zum „Schönsten Weinfest des Jahres“ von einer Jury der Pfalzweinwerbung gewählt wurde. Die Gäste können sich am Weinfest von Stand zu Stand „schwingen“ und sich wie auf einer Schaukel fühlen. Dabei genießen sie die lustige, gesellige und angenehme Atmosphäre, die eben bei den Ilbesheimer Affen herrscht. Die Affenschaukel lädt aber auch zu einem schwungvollen Spaziergang während des restlichen Jahres ein – vom Ilbesheimer Ortsrand zur historischen Weinbergsanlage „Kalmitwingert. Der mit Weißburgunder bestockte „Kalmitwingert“ zeigt 19 verschiedene Erziehungsarten der Reben: alte, herkömmliche und zukunftsorientierte Formen. Alle Affen – Ilbesheimer und natürlich auch Gäste – können auf der Ruhebank Weitsicht und Panorama genießen – viel Spaß in Ilbesheim!