Freiwachsende Reben /Kriechende Reben
Anlage Nr. 1
Die Reben werden bei dieser Erziehungsform gar nicht unterstützt. Sie kriechen stattdessen freiwachsend am Boden.
Anlage Nr. 16
Eine Art der Kammererziehung brachten schon die Römer in die Pfalz. Hier werden vier senkrecht angeordnete Pfähle, aufgelegt, so dass eine Art Gewölbe entsteht. Diese Art des Wuchs erklärt auch den Namen „Kammert / Kammer“ im Lateinischen: vinea camerata, das bedeutet „ gewölbtes Rebendach“.
Anlage Nr. 18
Die Rebe ist wie die Liane eine Schlingpflanze. Die Wildrebe wächst in Wäldern an Bäumen und breitet ihre Blätter über den Baumkronen aus. Diese von der Natur gewählte Art des Wachsens machten sich die ersten Völker, die den Wein kultivierten, zueigen. Allerdings ließen sie die Reben nicht über die Baumkrone hinaus wachsen, denn dort konnte man nicht mehr ernten, sondern spannten die Triebe girlandenähnlich von Baum zu Baum.
Anlage Nr. 19
Die Lyraerziehung wurde von unseren Nachbarn, den Franzosen, entwickelt. Durch die Zweiteilung der Laubwand gelangt mehr Sonnenlicht in die Blattschichten. Diese assimilieren dadurch stärker und können bei gleichem oder höherem Ertrag mehr Zucker und Energie liefern.