Kindergarten Rappelkiste

Allgemeines über die „Rappelkiste“

Träger: Ortsgemeinde Ilbesheim, vertreten durch den Ortsbürgermeister
Einzugsbereich: Ilbesheim und Leinsweiler. Mit der Gemeinde Leinsweiler wurde eine Zweckvereinbarung geschlossen.
Öffnungszeiten: Mo–Fr: 8.00-12.00 + 13.30-16.00 Uhr, in vereinbarten Ausnahmefällen: 7.15, 12.30, 16.30 Uhr
Schließzeiten: ca. 24-30 Tage/Jahr
Kapazität: 3 Gruppen für 65 Kinder im Alter von einem Jahr bis Schuleintritt
Ganztagesbetreuung: für 34 Kinder möglich
Räume: 1975 erbaut, 2010/11 saniert und erweitert
Team: Die Erzieherinnen/Kinderpflegerinnen zeichnen sich durch Fachkompetenz, Engagement, Flexibilität, Freundlichkeit,  Gesprächsbereitschaft und Offenheit aus. Aus der Leidenschaft für den Erzieherberuf erwächst ein großes Bestreben, qualitativ gute Arbeit zu leisten und ein hohes Maß an Leistungsbereitschaft. Eine gute Kooperation mit Eltern, Träger, Schule, Kinderärzten, Erziehungsberatung, Therapeuten und Frühförderzentrum ist selbstverständlich.

Wissenswertes über unsere Pädagogik offen - strukturiert - werteorientiert

Seit April 2004 arbeiten wir nach jahrelanger Entwicklung in gut überlegten Teilschritten nach dem offenen, strukturierten, werte-orientierten Konzept. D.h. es bestehen innerhalb des Kigas keine festen Gruppen mehr. Die Räume sind offen, d.h. funktionsorientiert eingerichtet: Spielekiste (Konstruktions- / Steckmaterial, Regelspiele, Puzzles), Kruschelkiste (Kreativmaterial, Werkbank, Lese-Ecke, Wahrnehmungs-/Kuschelecke), Bewegungs-kiste (Turnraum, Bewegungsbaustelle).  Unser Garten wurde in Zusammenarbeit mit den Eltern unter dem Aspekt von BNE (Bildung nachhaltiger  Entwicklung) in einen Außenbereich für eine ganzheitliche Sinnes-wahrnehmung umgestaltet und stellt einen wichtigen zukunftsorientierten Erfahrungs- und  Bildungsraum dar.

Die älteren Kinder (Mini-Hasen, Hasen, Füchse, Löwen) dürfen in der Freispielzeit frei entscheiden, was, wo, mit wem und wie lange sie spielen. In der Angebotszeit sind die Kinder in Altersgruppen zusammen gefasst und nehmen an Bildungs-angeboten teil, die die Entfaltung ihrer Gesamtpersönlichkeit anregen.

Offenes Konzept bedeutet jedoch nicht, dass es keine festen Regeln und Absprachen während des Tagesablaufes und im sozialen Miteinander gibt. Regeln und Grenzen sind wichtig zur Orientierung, sie sind ein Fundament für die Entwicklung der Kinder und geben Halt und Sicherheit. Sie geben aber auch Anstöße und Anreize etwas Neues zu probieren. Ohne Grenzen gibt es keine Freiräume zur Entfaltung. Unsere Arbeit ist klar strukturiert, durchdacht und transparent für Kinder, Eltern und Öffentlichkeit.

Die jüngeren Kinder (Mäuse) benötigen mehr Betreuung und individuelle Aufmerksamkeit. Sie sind in einer Nestgruppe (Mäusekiste). Hier wird nach einem geschlossenen pädagogischen Konzept mit festen Bezugserzieherinnen gearbeitet. Eine 14-tägige Eingewöhnungszeit mit einem Elternteil ist Voraussetzung für die Aufnahme des Kindes in den Kiga.

Kinder sind von Geburt an eigenständige Persönlichkeiten mit eigenem Willen, eigenen Wünschen und Bedürfnissen. Die Anlagen für alle Fähig- und Fertigkeiten sind schon in den Kindern vorhanden. Die Kinder wachsen mit der Motivation, diese Fähig- und Fertigkeiten zu verfeinern, sich selbst zu entfalten und sich die Welt als Gesamtes anzueignen. Das Kind selbst ist Akteur seiner Entwicklung und sucht sich die Anregungen und Reize, die es für sein Reifen benötigt (angeborene kindliche Neugier, Wissens-, Erkundungs- und Bewegungsdrang). Wir Erzieherinnen achten die Kinder als Individuen, bringen ihren Persönlichkeiten Wertschätzung entgegen und bemühen uns, sie auf ihrem Weg ins Leben bestmöglichst zu unterstützen, ihnen Halt und Geborgenheit zu geben und ihnen Zeit, Raum und Material zum ungestörten Spielen und Kindsein zur Verfügung zu stellen. Wir forschen bei jedem Kind nach seinen Stärken, um es individuell zu fördern. Entdecken wir kleinere Schwächen, versuchen wir diese in Zusammenarbeit mit den Eltern und evtl. anderen Fachkräften behutsam auszugleichen.

Die Schwerpunkte unserer Arbeit liegen im Bereich intensiver Beziehungs-, Bindungs- und Bildungsarbeit, in präziser Beobachtung, Wahrnehmung individueller Persönlichkeits-merkmale und entsprechender Entwicklungs-förderung. Einbezug in lebenspraktische Tätigkeiten, Anleitung zu Selbstständigkeit und schrittweise Erlangung von entwicklungsentsprechender Autonomie, Vorleben ethischer Werte und Vermittlung von adäquatem Sozialverhalten (Maß zwischen Anpassung und Durchsetzung) sind wichtige Basisarbeit in unserem Alltag. Das Erzieherverhalten ist dabei liebe- und respektvoll, aber konsequent. Das natürliche Bedürfnis der Kinder nach Bewegung drinnen und draußen, ihre Neugier und ihr Erkundungsdrang, ihre Lust an Spiel und Musik wird in unserem Tagesablauf und in unseren altershomogenen Bildungs-angeboten entsprechend der Erziehungs- und Bildungsempfehlungen des Landes Rheinland-Pfalz befriedigt.
Unser pädagogisches Konzept beinhaltet auch französische Spracharbeit. Unsere Sprachvermittlerin arbeitet im Rahmen des Landesprogramms Rheinland-Pfalz „Lerne die Sprache des Nachbarn“. Weitere Schwerpunkte sind Musik, Sprache, Bewegung, Natur, BNE. Die Ziele unserer pädagogischen Arbeit formulieren sich aus den Rechten und Bedürfnissen der Kinder. Dabei möchten wir alle wichtigen Bereiche der Entwicklung ganzheitlich fördern.

Konkret bedeutet das für uns:

  • ein Wohlgefühl aufbauen, damit die Kinder sich geborgen, angenommen und verstanden fühlen und sich selbst annehmen
  • ein Wir-Gefühl aufbauen, denn nur gemeinsam sind wir stark
  • die Selbstkompetenz fördern, d.h. zur Selbstsicherheit und Selbstständigkeit erziehen, das Selbstbewusstsein stärken, die Persönlichkeitsentwicklung unterstützen
  • zu Akzeptanz und Einhaltung von Regeln anleiten (Förderung der Sozialkompetenz)
  • zur Schulfähigkeit hinführen (Förderung des „Weltwissens“, der Sachkompetenz)

Dabei liegt uns die Vermittlung der sozialen Werte besonders am Herzen. Werte sind das ethische Fundament einer Gesellschaft und geben Orientierung für das Zusammenleben.  Werte sind vergleichbar mit einem Geländer, an dem sich die Kinder auf ihrer Wanderung durch das Leben festhalten können. Ein Mensch ohne ethische Werte kann auch kein Selbstwertgefühl entwickeln.

Die Erziehungspartnerschaft ist das wichtigste Element in der aktiven Zusammenarbeit zwischen Eltern und Erzieherinnen zum Wohl des Kindes. Zusammenarbeit bedeutet für uns:

  • aktive Mitarbeit bei der Eingewöhnung des Kindes
  • Offenheit, Transparenz, Ehrlichkeit, Vertrauen
  • Gemeinsamer Austausch über die Entwicklung des Kindes, sog. Entwicklungsstandgespräche
  • Gemeinsames Engagement bei Veranstaltungen, Festen und Arbeitseinsätzen des Kindergartens
  • Einbringen von Wünschen, Anregungen, Äußerung konstruktiver Kritik
  • Unterstützung unserer Erziehungsarbeit im Elternhaus und Vertretung  nach außen
  • Hospitation während des Tagesablaufes


Falls Sie detailliertere Informationen über unsere „Rappelkiste“ möchten, wenden Sie sich bitte an unser Team oder lesen Sie unsere schriftlich ausgearbeitete Konzeption.

Kontakt:
Kommunaler Kindergarten „RAPPELKISTE“
Kita-Leitung: Ulrike Fröhlig-Lentz
An den Hofwiesen 2
76831 Ilbesheim
Telefon: 06341-32450
E-Mail: kindergarten@rappelkiste-ilbesheim.de

Download: Infoflyer-Rappelkiste.pdf